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AKTION „MEINE REHA“

Ziel der Aktion:
Notwendige stationäre Reha-Maßnahmen müssen zeitnah genehmigt und in den von den Patienten gewünschten Einrichtungen durchgeführt werden.

Damit will der Lymphverein endlich Schluss machen mit der systematischen Missachtung der gesetzlich verbrieften Rechte von Patienten mit Lymphödemen, Lipödemen und damit verwandten Erkrankungen durch Gesetzliche Krankenversicherungen (GKV).

Das sind einige Fakten:
Im November 2007 schrieb der Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder vom Bundesministerium für Gesundheit in einem Brief an die Gesundheitsministerien aller Bundesländer sowie an das Bundesversicherungsamt „…mich erreichen vermehrt Hinweise, dass Krankenkassen bei der stationären Rehabilitation Wünsche der Versicherten nach Einrichtungen Ihrer Wahl nicht hinreichend berücksichtigen.“

Dann forderte er die Adressaten auf, die ihnen „unterstehenden Krankenkassen in geeigneter Form… hinzuweisen“, dass „Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten“ bezüglich der Reha-Einrichtungen durch die Vorschriften der SozialGesetzBücher SGB V und SGB IX gewährleistet sind.

Im Oktober und November 2010 haben wir – der Lymphverein – insgesamt vier Anfragen an den Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen geschickt, wie es sein kann, dass der MDK stationäre Reha-Maßnahmen häufig mit der Begründung ablehnt, das Lip- bzw. Lymphödem könne auch mit mehr Lymphdrainagen im ambulanten Bereich adäquat behandelt werden, wo doch die Ärzte aus Angst vor Regressen immer weniger Lymphdrainage verschreiben. Wir haben zwar für jede dieser Anfragen eine Empfangsbestätigung erhalten, bis heute jedoch keine einzige Antwort!

Ständig hören wir Klagen von Lip- und Lymphödem-Patienten, die zwar eine Reha genehmigt bekommen haben, dann aber nicht in eine lymphologische Fachklinik kamen sondern in eine Einrichtung „gesteckt“ wurden, in der sie nur ein oder zwei Lymphdrainagen pro Woche – manche nicht einmal das! – erhalten haben. Ihr gesundheitlicher Zustand war am Ende der „Kur“ oftmals deutlich schlechter als zu Beginn.

Dagegen können wir etwas tun. Und unsere Chancen stehen gar nicht schlecht!
Ganz offensichtlich verstoßen einige (oder gar die meisten?) Krankenkassen systematisch gegen ihre gesetzlich verankerte Aufgabe, „die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern“ (§ 1 SGB V). Diese Rechtsverstöße werden mit dem Argument begangen, dass die Ausgaben der Kassen gesenkt werden müssen, damit die GKV nicht zusammenbricht. Richtig ist zwar, dass die GKV ihre Ausgaben senken muss. Doch das kann nicht dadurch geschehen, indem notwendige Reha-Maßnahmen verweigert oder in ungeeigneten – jedoch für die Kassen kostengünstigeren – Einrichtungen durchgeführt werden. So kann zwar kurzfristig gespart werden, doch auf Dauer werden auf diese Weise die Patienten immer kranker gemacht und dann kostet deren Behandlung richtig viel Geld. Damit wird nicht nur das Wirtschaftlichkeitsgebot nach § 12 SGB V total ins Gegenteil verkehrt, sondern auch massiv gegen die Menschwürde verstoßen!

Es gibt viele Möglichkeiten, etwas dagegen zu unternehmen. Wir erachten unseren Namen – Verein zur Förderung der Lymphoedemtherapie – als Auftrag, dies zu tun. Dafür scheuen wir auch nicht vor einem Gang durch sämtliche Instanzen der zuständigen Gerichte zurück. Unsere Chancen stehen ja auch gar nicht schlecht. Immerhin sind die Gesetzeslage und die Verstöße dagegen eindeutig. Doch um unsere Position – besser gesagt: die der Betroffenen – solide untermauern zu können, benötigen wir möglichst viel dokumentiertes Material. Darum bitten wir alle von Ihnen, die an Lymphödemen, Lipödemen oder damit verwandten Erkrankungen leiden, folgenden Fragebogen auszufüllen und ihn uns zuzusenden (einfach auf „absenden“ klicken).

Vielen Dank für Ihre Mithilfe. Gemeinsam sind wir unwiderstehlich!

rainer h. kraus
Schatzmeister und
Öffentlichkeitsarbeiter

Bitte füllen Sie den folgenden Fragebogen aus:

FRAGEBOGEN für AKTION „MEINE REHA“

Ich leide seit Jahren an Lymphödem Lipödem andere:

Ich bin weiblich männlich berufstätig nicht berufstätig
Jahre alt, cm groß, wiege ca kg und wohne in (erste zwei PLZ-Ziffern).

Ich habe bisher Reha-Anträge gestellt und wollte in folgende Kliniken kommen: (Jahr der Reha-Maßnahme, Name der Klinik, Ort der Klinik. Beispiel: 2007, Morgenrot-Klinik, Musterstadt)

Es wurden insgesamt Reha-Anträge genehmigt und zwar in folgenden Kliniken: (Jahr der Reha-Maßnahme, Name der Klinik, Ort der Klinik, Anzahl der Lymphdrainagen pro Woche, Anzahl der Bandagierungen pro Woche, gesundheitlicher Zustand am Ende der Reha [1 = gut / 2 = mittel / 3 = schlecht]. Beispiel: 2007, Morgenrot-Klinik, Musterstadt, 10, 12, 1)

Zuhause erhalte ich normalerweise Lymphdrainagen und Bandagierungen pro Woche.

Weitere Mitteilungen:

Sie können den Fragebogen auch ausdrucken und ihn auch an andere Betroffene weiterzugeben: fragebogen.pdf

Schematische Darstellung
des Lympgefäßsystems

Bildquelle:
PGM
Pharmauzeutische Gesellschaft
München

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